Vorlesung 'Politische Theorien', Dr. Birgit Sauer, Institut für Politikwissenschaft - Universität Wien, 2006
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Governing difference: Konstruktion und Regieren von Geschlechterdifferenz (F/G8)


Differenzen auf der Grundlage von Geschlecht, Ethnizität, Nationalität, Religion werden in europäischen Gesellschaften, nicht zuletzt wegen globaler Migration zunehmend sichtbar und zunehmend politisiert. Differenzen bilden einerseits die Grundlage von
Identitätsbildungsprozessen, andererseits fordern sie neue Formen staatlicher Regulierungen heraus. Dies gilt sowohl fuer die "alten" europäischen Demokratien wie auch für die "neuen" Mitgliedsländer und prospektiven Beitrittsländer. Im Mehrebenensystem der Europäischen Union
bilden die Anti-Diskriminierungsichtlinien sowie das Gender Mainstreaming Regulierungen, die in nationales Recht bzw. nationale Steuerungsformen übersetzt werden und dann entsprechend der Geschlechterregime und der politischen Kultzuren bzw. Integrationsregime
unterschiedlich implementiert werden